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Mythos


Trance (70x90 cm) 1998/99

Grußwort des Botschafters der
Föderativen Republik Brasilien (2000)

Mit großer Freude hat die Brasilianische Botschaft die Schirmherrschaft über die Ausstellung "Mythos - Götterwelten" übernommen, die ab dem 13. Mai 2000 im Alten Rathaus zu Würselen dem deutschen Publikum vorgestellt wird und die ein besonders gutes Beispiel dafür ist, wie anregend und bereichernd sich eine Zusammenarbeit deutscher und brasilianischer Künstler für beide Seiten gestalten kann.

Der 1997 verstorbene brasilianische Tänzer und Choreograph Márcio Valeriano hatte unter dem Namen "Mythos" einen Tanzzyklus geschaffen, in dem er die Götterwelt des afro-brasilianischen Kultes Candomblé beschwor. Die Begegnung zwischen ihm und dem Aachener Kommunikationsdesigner Ralf Walraff eröffnete beiden Künstlern neue Horizonte und förderte ihr gegenseitiges Verständnis für die Unterschiede beider Kulturkreise. Auch der Videokünstler Gerd Plitzner begeisterte sich für die neuen Möglichkeiten, die dieser Austausch eröffnete und bereicherte die tänzerischen und malerischen Elemente dieser Zusammenarbeit mit seiner Foto- und Videokunst. Die Ergebnisse dieses künstlerischen Miteinanders, das leider nur bis 1997 währen konnte, werden nun dem interessierten Publikum in Würselen präsentiert.

Ich beglückwünsche die Verantwortlichen, denen es gelungen ist, eine außergewöhnliche Ausstellung zusammenzutragen und bin sicher, daß sie ein lebhaftes Echo in der Öffentlichkeit auslöst.

Roberto Abdenur



Götterwelten Auf den Bildern von Ralf Walraff, die verschiedene Gottheiten der brasilianischen Religion des Candomblé lediglich versuchen zu umschreiben, mittels Attributen und Symbolen und durch zugewiesene Farben ihr Wesen darstellen, sie aber nicht abbilden wollen, findet zum Teil wenigstens statt, was im Lexikon der Kunst ausgeblendet wird.

Erdwelten ... gerichtetet und konzentriert auf die Natur, in Objektkästen, die geradezu als Verbildlichung des Ausgangs allen Lebens und aller Religionen, ihrer Entäußerung und ihres letzt gültigen Zufluchtpunktes angesehen werden könnten.